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“Hinter Kaifeck” - Ein Mystery-Thriller (2009)

Filminfos zu “Hinter Kaifeck” (2009)
Mystery – Thriller, Deutschland ; FSK 12 ; Länge: 87 Minuten
Regie: Esther Gronenborn
Drehbuch: Christian Limmer, Sönke Lars Neuwöhner
Musik: Alexander Hacke

Gefördert von FFF Bayern, Medienboard Berlin-Brandenburg, Mitteldeutsche Medienförderung, DFFF
Kinostart: 26.März 2009

Trailer von Kinowelt


Darsteller:

Marc Barenberg: Benno Fürmann
Pfarrer: Michael Gwisdek
Dr. Hoff: Andrusch Jung
Tyll: Henry Stange
Alma Lukas: Erni Mangold
Juliana Lukas: Alexandra Maria Lara
Franz Kogler: Waldemar Kobus
Arno Gäbler: Manfred Möck
Martha Lukas: Monika Hansen
Viktoria Gruber: Myriam Aegerter
Magd: Anna Böger
Marcs Mutter: Eva Maria Schneider
Andreas Gruber: Andreas Bahr
Herr Bruck: Martin Lüning
Ida Gruber: Beles Adam
Frau Bruck: Carola Beil

Filmkritik von kino.de:

Hinterkaifeck ist ein Einödhof in der Nähe des oberbayerischen Schrobenhausen, wo sich 1922 ein grausamer Mord an einer sechsköpfigen Bauernfamilie ereignete, die mit einer Spitzhacke umgebracht wurde. Der Täter konnte nie ermittelt werden und so bleibt das Verbrechen bis heute ungeklärt. Davon ließ sich jüngst Andrea Maria Schenkel zu ihrem bündigen Krimi-Bestseller “Tannöd” inspirieren, dessen Verfilmung für einen Kinostart im November terminiert ist. Fast zeitgleich entstand dieser mit Benno Fürmann und Alexandra Maria Lara überaus starbesetzte Thriller, der das Verbrechen mit einem in der Gegenwart angesiedelten, schicksalhaften Mystery-Grusel verwebt. Esther Gronenborn, die mit “alaska.de” den deutschen Filmpreis 2001 gewann, inszenierte ihn.

Die halbe Miete ist die gelungene Atmosphäre, die nicht nur im historischen Prolog ein morbides Gemälde von verwunschener Waldlandschaft zeichnet. Die andere Hälfte fällt der Story des auf TV-Krimis spezialisierten Drehbuchautoren Sönke Lars Neuwöhner zu, die anfangs unbekümmert loslegt, bald aber ausgetretene Handlungspfade beschreitet. Die Auflösung mag zumindest halbwegs erfahrene Krimigucker kaum überraschen, ist aber durchaus smart ersonnen, gewichtet sie doch Fürmanns Rolle als Fotograf Marc auf Motivsuche, der mehr findet, als ihm lieb sein kann, neu.

Gemeinsam fährt sein einsilbiger Charakter mit kleinem Sohn Tyll (Henry Stange) durch die Prärie, bis es ihn in den Gasthof der offenherzigen Juliana (Lara) verschlägt. Das abgelegene urbayerische Dorf scheint nicht in der Gegenwart angekommen und hat sich unter der Last der Vergangenheit zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammengeballt. Das erfährt Marc, als er nächtliche Alptraumvisionen von Morden hat und immer wieder zu dem im Wald gelegenen Hof pilgert: Niemand außer Juliana ist bereit, auch nur die Existenz des verfallenen Anwesens zuzugeben. Derweil nimmt das Unheimliche in der Dramaturgie einen immer prominenteren Platz ein. Aus rigidem Katholizismus und dem Volksaberglauben um Teufelsangst und Raunächten entsteht eine Stimmung zum Fürchten. Somit ergänzen sich das übernatürliche Familiendrama samt Horroreffekten mit dem Thriller-Ansatz eines gefährlichen Mobs, der seine Kollektivschuld mit provinziellem Starrsinn kaschiert. Das ergibt ein Genrewerk aus deutschen Landen, das sich nicht zu verstecken braucht.

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Die historischen Akten

Dank der Hilfe vieler User aus dem Forum von hinterkaifeck.net sind nun wesentliche Teile der in Augsburg und München eingelagerten Akten über den Mordfall erstmals zugänglich und können hier online eingesehen werden.

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Der "FFB-Bericht"

Der im Jahr 2007 an der Fachhochschule für Verwaltung und Recht in Fürstenfeldbruck bei München erstellte Bericht über den Mordfall Hinterkaifeck ist hier erstmals öffentlich zugänglich.

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Sterbebildchen

Das im Kirchlein Sankt Vitus in einem alten Kirchenbuch gefundene Bildchen der Hinterkaifecker Opfer gibt auch heute noch Rätsel auf.

Lesen Sie hier, warum...


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